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Arbeitsnacht 17./18. 10 2003

In dieser Nacht wurden der WR825 und der Tm-100 mittels einer eigens vorher konstruierten Kletterweiche in unser Depot ohne Gleisanschluss überführt. Alle vorhandenen Bilder können auch von Nichtmitgliedern vergrössert betrachtet werden.

Die Vorbereitungen:

Zunächst war eine Konstruktion gefragt, die als Lehre für den Schienboden dienen konnte. Auch das effektive Biegen der Schienen konnten wir alles durch "vereinseigene" Mechaniker erledigen.
Damit überhaupt solch Schienenteile gebogen werden konnten, mussten die verlegten Schienen im Depot als Widerlager herhalten, denn solch ein Biegen von gehärtetem Stahl erzeugt gewaltige Kräfte.
Nach dem Einchweissen der Distanzhalter wird der Schienenbogen in "handlichere" Stücke zerlegt und damit auch transportabel gemacht. Auch die Verlängerung des Stumpengleises Richtung Luzern schreitet voran. Die "Vanoli-Gruppe" zeigt vollen Einsatz mit dem heavy-Metall...
Derweil die Schienenstösse in Alpnachstad weiter wachsen, macht sich in Luzern das Gespann WR825 und der Tm-100 parat für die Fahrt zu ihrem Heimatdepot. Da durch den Aufprall des Rangierunfalles die Kupplung Seite Meiringen nicht mehr benutzbar ist, wurde kurzerhand aus dem WR825 für diese Fahrt ein WRt 825 (Steuerwagen) mit Spitzenlicht.
Als der letzte öffentliche Zug von und nach Luzern gefahren ist, kann sich das ungewöhnliche Gefährt langsam gegen Alpnachstad bewegen. In Alpnachstad selber wird viel Material benötigt, um die beiden Fahrzeuge professionell und sicher ab dem Stammgleis zu bringen. Wieder einmal sind Nachtschichten gefragt... Als die Kletterweichen sicher und den Schienenköpfen der Brünigbahn liegt macht sich eine Mischung zwischen freudiger Erwartung und Erleichterung breit. Nun sollte endlich die Erstbegehung des "neuen" Schienenstückes stattfinden.

Die Überfuhr

Spät in der Nacht treffen die Fahrzeuge im Endbahnhof ein werden sogleich Zentimeter um Zentimeter von den Stammgleisen wegbefördert. Die vergleichsweise langsame Schubfahrt ist mit dem Tm-100 nicht ganz einfach zu bewerkstelligen, denn nicht umsonst trägt dieses Fahrzeug den Übernamen "Gumpesel". (Saloppe Übersetzung: bockiges Gefährt). Ursache für dieses Verhalten ist die Kupplung, die dieses Fahrzeug analog einem Auto aufweist, die aber bei weitem nicht so fein dosiert werden kann.
Die Konstruktion der Kletterweiche lässt keine Wünsche offen, nur der Kurvenradius ist für den Plattformwagen trotz aller Messungen und Berechnungen einen Deut zu eng. Es müssen die Drehgestell-Anschläge abgetrennt werden. Nach dieser Arbeit rollen die Fahrzeuge ohne weiteren Zwischenfall auf die Depotgeleise unserer Remise. Geschafft!
 
Am nächsten Morgen präsentieren sich die zwei, wie wenn nichts geschehen sei. In den nächsten Jahren und Jahrzehnten wird nun unser Restaurantwagen diese Schienen nicht mehr verlassen.