Gallerie A 101 "Landiwagen"
Der As 101 wurde zur Landesausstellung anno 1940 fertiggestellt. Damals noch mit viel mehr Fensterfläche als in der heutigen Zeit. Doch den Passagieren wurde auf der Fahrt vielfach schlecht, da durch die "Vollverglasung" das Schwanken des vorderen Wagens deutlich sichtbar wurde.
Die "BNB Geschichte" zum A-101
Im ersten Vereins-Jahr lag unser Schwergewicht hauptsächlich bei der Sicherung der letzten noch vorhandenen vierachsigen Plattformwagen. Doch bereits im ersten halben Jahr unseres Bestehens, wurde von unseren „Historikern“ und dem damaligen Archivar des VHS eine Liste erarbeitet, auf welchen alle noch vorhandenen Fahrzeuge aufgelistet wurden, welche am Brünig noch vorhanden waren. Darauf war der As-101 bereits aufgeführt, obwohl die Ausrangierung noch nicht zur Diskussion stand. Diese Liste wurde anlässlich einer Sitzung im Februar 1996 Herrn Rickli übergeben.
Das Fahrzeug erscheint im äusseren Erscheinungsbild als Mitteleinstiegswagen, wagenbaulich ist es jedoch das letzte Exemplar mit Brückenkonstruktion. Auch die originalen Drehgestelle (von der BNB bereits gesichert) entsprechen noch der SIG-Bauart im Gegensatz zu den später verwendeten Schelling-Drehgestellen.
Mit dem Erscheinen der neuen Panoramawagen wurde der As-101 immer mehr in den Hintergrund verdrängt. Er stand zu unserer (und der allgemeinen) Überraschung mit den überzähligen Mitteleinstiegwagen 1998 auf der Verkaufsliste. Da dieses Fahrzeug nach unserer Meinung schon allein wegen seiner Geschichte keinesfalls die Brüniglinie verlassen durfte, haben wir nach seiner Ausrangierung im März 1999 das Interesse bei Herrn Roth angemeldet, den Wagen zu übernehmen. Anlässlich der technischen Kontrolle unseres WR-825, welche am 21. Juni 1999 in Meiringen stattfand, zeigte uns jedoch der Chefvisiteur Peter Epp den As-101, welcher von diesem Datum an offiziell zum Verkauf anstand. Sowohl der für unsere Verhältnisse als sehr hoch geltende Preis von Fr. 20 000.-, wie auch die verschiedenen erwähnten Mängel am Wagen, hielten uns nicht ab, uns nochmals um das Fahrzeug zu bewerben. Am16. Juli erfolgte an die Meiringer Adresse ein zweites und unmissverständliches Schreiben. Leider blieb auch diese unbeantwortet. An einer im Oktober erfolgten Sitzung mit Herr Christian Schmutz und Roland Tremp, unterstrichen wir noch einmal unser Begehren. Während des Gesprächs wurde uns klar, dass offenbar niemand den historischen Hintergrund dieses Fahrzeugs kannte. Wir legten aus diesem Grund besonders Wert auf eine entsprechende Aufklärung, worauf uns schliesslich zugesichert wurde, den Wagen nicht zu verkaufen, sondern auf unseren Wunsch hin wegen dem undichten Dach nach Alpnachstad zu überführen, wo er bis im Jahre 2002 in der alten Remise geschützt abgestellt war. Wegen dem Ausbau der Weiche in Alpnachstad evakuierten wir den Wagen nach Luzern, wo er bis heute seinen Platz gefunden hat.
Nachdem wir mit unserem ersten einsatzfähigen Wagen manche Fahrt wegen Platzgründen nicht ausführen konnten, entschieden wir im März 2000 uns erneut um den A-101 zu bewerben, da er auf einfache Weise zu einem entsprechenden Wagen umfunktioniert werden konnte (nur für Cateringbetrieb), was wir an der am 10. März an einer Sitzung mit Herr Roland Tremp und Frau Priska Flühmann vortrugen. Auch dieses Begehren versandete. Bei einer Nachfrage unserseits, wurde uns erklärt, man überlege sich, den Wagen evtl. selber für ähnliche Zwecke zu verwenden.
Im selben Jahr erfuhren wir aus verlässlicher Quelle, dass man plant, ehemaligen Expo-Exponate (von 1939 und 1964) in die Expo-02 einzubauen. Dies veranlasste uns bei einem Glashersteller Trösch vorzusprechen, um die Möglichkeit eine ursprüngliche Dachverglasung nachzubauen zu untersuchen. Mit der Änderung des Expokonzepts wurde diese Variante jedoch fallengelassen.
Für den A-101 wurden neben unzähligen mündlichen Anfragen, persönlichen Vorstellungen ausserdem zumindest am 15. Mai 2001, am 31. März 2002 und 10. April 2002 weitere Übernahmegesuche nach Meiringen gesendet.
Der A-101 wurde am 25. April 2002 zusammen mit weiteren Fahrzeugen der BNB abgegeben, nachdem man in „Meiringen“ nicht sagen konnte, was die Stiftung Historic eigentlich möchte (kein Konzept, keine konkrete Fahrzeugbewerbungen).






